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Guter Rat ist nicht teuer. Guter Rat kommt von der-ratgeber.org!

Gartenhaus selber bauen – Jetzt gehen die Meister ans Werk


Wie heißt es bei Goethe? „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie“ – richtig, und genau deshalb geht’s in diesem Teil jetzt ans Eingemachte. Also: Ärmel hochgekrempelt, in die Hände gespuckt und ran an die Buletten! Vorher solltest Du Dir allerdings kurz noch Zeit für unseren Praxisratgeber nehmen – so gehst Du auf Nummer Sicher, dass Du bei Deinem Garten- oder Gerätehaus „Marke Eigenbau“ nichts Wesentliches übersiehst. Solltest Du noch kein Gartenhaus haben und einen Bausatz suchen, dann schaue doch in unserer Rubrik: Gartenhaus günstig kaufen vorbei. Dort findest eine riesige Auswahl an günstigen Gartenhäusern in bester Qualität. Damit Du schnellstmöglich Richtfest feiern kannst, haben wir die wichtigsten Bauphasen für Dich in Wort und Bild zusammengefasst – halte Dich einfach an unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

Unser Beispiel: Der Gartenhaus-Bausatz aus Holz

Übrigens: Für unseren Praxisratgeber haben wir bewusst ein Gartenhaus-Modell aus Holz gewählt – denn vieles von dem, was im Folgenden gesagt wird, gilt im Wesentlichen auch für Bausätze aus anderen Materialien. Du möchtest kein Blockbohlenhaus errichten, sondern hast Dich für ein Gartenhäuschen aus Metall oder Kunststoff entschieden? Dann kannst Du Absätze, in denen es zum Beispiel um Bodenbalken, Dachpfetten oder auch um Grundierung und Anstrich geht, natürlich überspringen. Bist Du bereit? Dann geht’s jetzt los mit


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Schritt 1: Bauteile auspacken und auf Beschädigungen prüfen

Leider kann auch der renommierteste Hersteller von Gartenhütten nicht ausschließen, dass sein Bausatz auf dem Weg zum Kunden Schaden nimmt. Bevor Du Dich ans Werk machst, solltest Du daher sämtliche Teile Deiner zukünftigen Gartenhütte auf Transportschäden prüfen. Am besten ist es, Du prüfst gleich bei der Anlieferung die Verpackung auf Beschädigungen und lässt das Ergebnis Deiner Sichtkontrolle vom Spediteur dokumentieren.

Bauteile auspacken und auf Beschädigungen prüfen

Teile des ausgepackten Bausatzes

In der Regel wirst Du nicht sofort bei der Anlieferung des Bausatzes Gelegenheit dazu haben, jedes einzelne Element unter die Lupe zu nehmen – trotzdem solltest Du die Kontrolle auf Schäden nicht auf die lange Bank schieben, sondern Deinen Bausatz schnellstmöglich auf Vollständigkeit und Schadensfreiheit prüfen, zumal selbst eine scheinbar unversehrte Verpackung keine Garantie für fehlerfreie Bauteile ist.


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Schritt 2: Beschädigte Bauteile beim Hersteller reklamieren oder selbst reparieren

Stimmt etwas nicht? Zögere nicht, Dich umgehend mit dem Hersteller in Verbindung setzen und einen Austausch der beschädigten Ware zu verlangen. Am besten machst Du direkt nach dem Auspacken Fotos zur Beweissicherung und sendest diese zusammen mit deiner Reklamation an den Hersteller. Viele Hersteller bestehen nicht einmal auf Rücksendung der defekten Ware, sondern senden anstandslos Ersatz für defekte Teile. Der Schaden ist nicht erheblich, sondern lässt sich von einem einigermaßen versierten Heimwerker selbst reparieren?

Nimm trotzdem Kontakt mit dem Hersteller auf und schildere ihm Art und Umfang des Schadens – ein kulanter Hersteller wird Dir entweder einen Preisnachlass einräumen oder Dir in anderer Weise entgegenkommen, um Dir einen Ausgleich für den Schaden bzw. die zusätzlich erforderliche Reparaturarbeit zu bieten. Alle Elemente Deines Bausatzes sind geliefert worden und unbeschädigt? Dann folgt nun


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Beschädigte Bauteile beim Hersteller reklamieren oder selbst reparieren

Beschädigtes Wandelement

Schritt 3: Bauteile grundieren und streichen

Die Bauteile von Deinem Holzhaus sind ab Werk meistens bereits imprägniert. Du fragst Dich, warum Dein Gartenhaus trotzdem noch einen zusätzlichen Holzschutz braucht? Nähere Infos zum Thema Gartenhäuser aus Holz und deren Besonderheiten findest Du im Ratgeber: Gartenhaus Holz!

Auch beim Anstrich Deiner Gartenhütte kannst Du grundsätzlich unter mehreren Möglichkeiten wählen: Möchtest Du mit einer Holzlasur arbeiten – oder doch lieber mit deckenden Acrylfarben?

Wenn Du Wert darauf legst, dass die natürliche Maserung des Holzes sichtbar bleibt, kommt für Dich nur eine Holzlasur in Frage. Du möchtest lieber Farbe bekennen und zum Beispiel mit einem roten oder grünen Gartenhäuschen einen farbenfrohen Akzent in Deiner Parzelle setzen? Dann ist Acrylfarbe die richtige Wahl für Dich. Die deckt zwar die natürliche Maserung des Holzes komplett ab, bietet dafür aber gegenüber einer Holzlasur einen ganz entscheidenden Vorteil: Einen Anstrich aus Acrylfarbe erneuern musst Du in der Regel frühestens nach Ablauf von fünf Jahren – einen Anstrich mit einer Holzlasur hingegen solltest Du alle zwei bis vier Jahre auffrischen, wenn Du Deine Hütte dauerhaft optimal vor Wind und Wetter schützen möchtest.



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Arbeitsmaterial: Das brauchst Du für den Anstrich

Damit Du die erforderlichen Arbeiten in einer vernünftigen Höhe durchführen kannst, benötigst Du mindestens zwei Holzböcke. Vergiss auch nicht, den Boden unter den Böcken mit Malerfolie oder Kartonagen abzudecken – mit einer geeigneten Unterlage zu arbeiten empfiehlt sich nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes, sondern freut auch die Hausfrau bzw. den Hausmann: Frische Holzlasur-Flecken lassen sich mit ausreichend Wasser noch relativ einfach vom Boden entfernen – ist die Holzlasur erst eingetrocknet, gestaltet sich die Entfernung sehr viel mühevoller und schweißtreibender.

Unser Tipp: Investiere tatsächlich in zwei Holzbock-Paare oder mehr – je mehr Böcke Du zur Verfügung hast, desto unterbrechungsfreier kannst Du arbeiten. Streiche zunächst ein Bauteil auf dem ersten Bockpaar – in der Zeit, die das erste Teil zum Antrocknen benötigt, kannst Du auf dem zweiten Bockpaar bereits ein weiteres Teil streichen. Sobald Du damit fertig bist, kannst Du das erste angetrocknete Teil aufrecht auf Unterleghölzer stellen, ohne dass sich Laufnasen bilden.

Achte außerdem bei der Auswahl von Pinseln und Malerrollen auf Qualität, denn wenig kann einem den Spaß an der Arbeit so sehr verderben wie ungenügendes Werkzeug. Du hast keine Lust dazu, die Arbeitsfläche nach jedem Pinselstrich zu säubern, weil der Billigpinsel Haare gelassen hat? Dann tu Dir selbst einen Gefallen: Plane für Deinen Großeinkauf bei OBI, Hornbach & Co. lieber ein paar Euro mehr ein und setze von Anfang an auf vernünftige Arbeitsutensilien – nicht nur beim Heimwerken macht sich vernünftiges Material ganz schnell bezahlt.

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Holzschutzgrund und Holzlasur

Als Holzgrund und Holzlasur sind Produkte auf Wasserbasis eine gute Wahl. Die kannst Du ohne weiteres mit Wasser verdünnen – gerade beim Auftragen des Holzschutzgrundes und der ersten Schicht Lasur empfiehlt sich das, denn so kann die Grundierung tiefer ins Holz einziehen und bestmöglichen Schutz bieten. Unverdünnt aufgetragen werden muss lediglich die dritte Schicht.

Grundsätzlich solltest Du bei Holzlasur auf die Inhaltsstoffe achten – nicht zuletzt, weil Du schließlich auch den Innenraum Deines Gartenhauses lasierst. Unbedenkliche Farben und Grundierungen, die sich für die Verwendung in Innenräumen eignen, sind entweder ausdrücklich entsprechend ausgewiesen oder mit einem Gütezeichen wie zum Beispiel dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet.

Bauteile Grundieren und Streichen

Bauteile Grundieren und Streichen


Reichweite, Ergiebigkeit und Kosten

Die Angaben, die Hersteller von Holzlasuren zur Ergiebigkeit ihrer Produkte machen, schwanken teils ganz erheblich. Unsere bescheidene Meinung: Allzu viel geben solltest Du nicht auf diese Werte – Übertreibungen sind auch hier an der Tagesordnung. Wir haben die angegebene Menge nie vor der dritten Schicht erreicht, wenn das Holz schon von den vorherigen Schichten gesättigt war. Pi mal Daumen kannst Du 100ml – 200ml pro Quadratmeter Holzfläche zugrunde legen. Im Klartext: Für ein Gartenhaus mit einer Grundfläche von 2m x 2m solltest Du mit etwa 5 bis 10 Liter pro Anstrich rechnen. Bei Holzgrund liegt der Preis fürs günstigste 5-Liter Gebinde bei etwa 6 – 8 Euro, für Holzlasur solltest Du mit etwa 7 – 10 Euro rechnen. Produkte, die teurer sind, gibt es natürlich. Allerdings sollte der Anstrich auch nicht mehr kosten als das eigentliche Garten- bzw. Blockhaus. 😉

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Farbauswahl bei Holzlasuren

Noch ein Satz zu der Farbwahl: Bei Holzgrund raten wir auf jeden Fall zu einem transparenten Produkt. Bei der Holzlasur solltest du versuchen den Farbton des Holzes zu treffen. Wähle den Farbton im Zweifelsfall lieber eine Idee heller – nach mehrmaligem Streichen dunkelt die Oberfläche von alleine nach. Profis planen vor Beginn der eigentlichen Arbeiten gern noch etwas Zeit ein, um zunächst testweise ein Abfallstück mit Lasur zu behandeln, das Trocknen abzuwarten und anschließend den Farbton zu prüfen. Du hast keine Holzabfälle zur Hand? Streiche einfach die Bodenunterseite zuerst – auch wenn Du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist, wird das später nicht mehr ins Auge fallen.

Zusammenfassung der benötigten Arbeitsmaterialien:

  • Holzböcke für eine angenehme Arbeitshöhe
  • Malerflies, Folie oder Kartonagen zur Unterlage
  • Pinsel und Malerrollen
  • Schleifpapier um die Holzoberfläche anzurauen
  • Holzschutzgrund
  • Holzlasur alternativ Acrylfarbe

Du möchtest Dir bei der Auswahl der besten und günstigsten Arbeitsmaterialien nicht mehr Arbeit machen als nötig? Du möchtest wissen, welche Utensilien Dir ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten? Folge einfach unserer Empfehlung „Arbeitsmaterialien Holzlasur auftragen“ und orientiere Dich beim Einkauf an der Auswahl empfehlenswerter Produkte, die wir für Dich zusammengestellt haben.


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Gartenhaus professionell streichen

Du hast entweder ein naturbelassenes oder kesseldruckimprägniertes Gartenhaus gekauft. Das Wetter spielt mit bzw. Du hast einen geeigneten Unterstand zum Arbeiten, und das notwendige Arbeitsmaterial zum Streichen des Gartenhauses oder Geräteschuppens liegt bereit. Dann können wir jetzt mit der Holzschutzbehandlung starten.

Den ersten Anstrich mit dem Holzschutzgrund und den zweiten Anstrich mit der Holzlasur machst Du im noch zerlegten Zustand, da der Innenraum, die Stoßstellen und die Unterseite des Bodens auch eine Schutzschicht benötigen. Tipp: Raue die Oberfläche zunächst gründlich mit Schleifpapier an und befreie sie im Anschluss mit einem Handfeger von Staub – der Holzschutz kann auf dem angerauten Grund besser haften und zieht auch besser ins Holz ein. Prüfe, ob das Holz überall trocken ist, bevor Du damit beginnst, den Holzgrund aufzutragen. Danach kannst Du übergehen zu


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Schritt 4: Bauteile gut durchtrocknen lassen

Lehn Dich zurück, mach Dir eine Flasche Bier auf oder beiß ins Mettbrötchen: Du hast Dir eine Pause verdient! Was – Du findest, Du brauchst noch gar keine Pause? Tja, Dein Holz braucht sie jetzt aber mit Sicherheit, denn zwischen dem Auftragen der einzelnen Schichten solltest Du jeweils eine Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden abwarten. Die genauen Zeiträume, die Du vor dem Auftragen der einzelnen Schichten abwarten solltest, stehen auf dem Behälter der verwendeten Lasur.

Achtung: Selbst wenn du die angegebene Wartezeit einhältst, werden bestrichene Holzflächen wie Wände, Boden oder Türen aneinander kleben – jedenfalls dann, wenn Du sie direkt aufeinander stellst. Lehne die behandelten Teile stattdessen senkrecht an eine Wand und trenne die einzelnen Bauteile mit unlackierten Abstandshölzern voneinander.

Du kannst es gar nicht mehr abwarten, weiterzubauen? Dann widme Dich in der Zwischenzeit doch schon mal


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Bauteile gut durchtrocknen lassen

Bauteile gut durchtrocknen lassen

Schritt 5: Fundamentgrube ausheben

Nicht immer musst Du mit Fundamentplatte oder Betonfundament wie z. B. einem Streifenfundament oder ein Punktfundament arbeiten – viele Bausätze werden bereist mit einer entsprechenden Unterkonstruktion ausgeliefert, alternativ kannst Du Dein Gartenhaus auch auf einem Fundament aus Splitt, Schotter und Pflastersteinen oder Bodenplatten gründen ohne dabei Beton verwenden zu müssen. In diesem Fall musst Du zunächst eine Baugrube ausheben.

Fundamentgrube ausheben

Fundamentgrube ausheben

Bei kleineren Projekten kannst Du natürlich auf Spaten, Schaufel und Muskelschmalz setzen. Aber vertu Dich nicht: In steinigem oder lehmigem Untergrund eine ausreichend tiefe Baugrube auszuheben kann schnell in ein schweißtreibendes Unterfangen ausarten, für das Du natürlich auch entsprechend Zeit inklusive ausreichender Ruhepausen einplanen musst. Ein kleiner Bagger oder auch ein auf Tiefbau spezialisiertes Unternehmen können Dir viel Arbeit abnehmen.

In jedem Fall solltest Du bereits beim Ausheben Deiner Fundamentgrube darauf achten, dass Du mit der Fläche einigermaßen „in Waage“ bist – am besten, Du gehst auf Nummer Sicher und nutzt eine Wasserwaage.

Hinweis: Streifen- und Punkfundamente haben wir dir ebenfalls nochmal ausführlich in dem Ratgeber: Gartenhaus Fundament beschrieben.



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Erdaushub ordnungsgemäß entsorgen

Wohin mit dem Erdaushub? Falls Dein Grundstück ausreichend groß ist, kannst Du den Aushub gleichmäßig darauf verteilen. Andernfalls musst Du den Erdaushub ordnungsgemäß entsorgen. In den meisten Kommunen gibt es eigens dafür vorgesehene Sammelstellen, an denen Du Erdaushub abgeben kannst – bis zu einer gewissen Menge in der Regel sogar kostenlos. Am besten informierst Du Dich vor Beginn der Arbeiten über die relevanten Regelungen vor Ort. Alternativ kannst Du Dir natürlich auch die Entsorgung des Erdaushubs von einer Fachfirma abnehmen lassen. Tipp: Schotter und Splitt musst Du Dir wahrscheinlich ohnehin anliefern lassen – erkundige Dich in dem Zuge einfach bei Deinem Lieferanten, ob und zu welchen Konditionen er die Entsorgung Deines Erdaushubs übernehmen kann.

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Baugrube fachgerecht verfüllen

Kaum ist die „Baugrube“ ausgehoben, geht es auch schon gleich wieder ans Verfüllen. Schütte dafür 20 bis 30 cm Schotter in die Grube, verteile diesen gründlich und rüttele ihn anschließend unter Verwendung einer Rüttelplatte gut ab. Je nach Tiefe Deiner Grube musst Du diesen Vorgang ein- bis zweimal wiederholen. Achte auch dabei darauf, dass Du ein einigermaßen waagerechtes Ergebnis erzielst. Bei jedem Rüttelvorgang wird sich der Schotter um etwa 2 bis 5 cm setzen. Faustregel: Wenn Du die letzte Schotterschicht gerüttelt hast, sollte der Abstand zur Grasnarbe noch bei gut 10 cm liegen.

Tipp: Eine Rüttelplatte oder einen Rüttelstampfer günstig mieten kannst Du bei einem Anbieter von Erdbewegungsmaschinen – auch hier solltest Du mit professionellem Gerät arbeiten, um spätere Setzungen zu vermeiden.

Schritt 6: Fundamentgrube mit Splitt und Schotter füllen und verdichten

Auf den Schotter bringst Du eine Schicht Splitt auf, die ebenfalls etwa 10 cm dick sein sollte. Rüttele auch die Splittschicht mit dem Rüttelbrett ab. Wenn Du alles richtig gemacht hast, sollte der Abstand zwischen Splitt und Grasnarbe zwischen 2 und 5 cm betragen. Passe diesen Abstand rechtzeitig an die Höhe der Pflastersteine an, die Du verwendest: Während Steinplatten in der Regel eine Stärke von 2 bis 4 cm haben, bringen Pflastersteine es locker auf eine Höhe zwischen 8 und 10 cm.

Wie soll Dein Fundament abschließen – bündig zur Graskante oder durch Rabatten begrenzt? Falls Du Dich für die zweite Option entscheidest, solltest Du die Rabatten bereits vor dem Verfüllen der Grube setzen. Das Fundament kannst Du in diesem Fall ähnlich einem Podest ein paar Zentimeter über die Grasnarbe legen.

Fundamentgrube mit Schotter und Splitt füllen und verdichten

Fundamentgrube mit Schotter und Splitt füllen und verdichten

Tipp: Wenn Du vor Deinem Gartenhaus eine größere Pflasterfläche vorsiehst, solltest Du darauf achten, diesen Bereich mit einem kleinen Gefälle zu gestalten, das von Deinem Gartenhaus wegführt – so stellst Du sicher, dass auch starker Regen Dein Haus nicht unterspülen kann. Die Standfläche selbst muss allerdings waagerecht ausgerichtet sein!


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Schritt 7: Bodenplatten oder Pflastersteine setzen

Hast Du ausreichend verdichtet, den Splitt komplett eingerüttelt und alles glatt gezogen? Prima – dann kannst Du jetzt mit dem eigentlichen Verlegen der Steinplatten oder Pflastersteine beginnen.

Um die Platten oder das Pflaster auszurichten, verwendest du am besten einen Gummihammer. Falls Du keinen Gummihammer zur Hand hast, kannst Du ersatzweise auch ein Stück Holz zwischen Platte und Hammer legen. Diese Vorgehensweise solltest Du allerdings wirklich nur im Notfall wählen, denn mit dieser Methode hast Du weniger Gefühl beim Ausrichten und läufst nicht nur schneller Gefahr, Platten zu beschädigen, sondern Dir selbst auf die Finger zu hauen.

Bodenplatten oder Pflastersteine setzen

Bodenplatten oder Pflastersteine setzen

Besser, Du investierst gleich in gutes Werkzeug – einen Gummihammer kannst Du sicher auch für eines Deiner nächsten Projekte gut gebrauchen!


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Schritt 8: Gartenhaus nach der Bauanleitung zusammenbauen

Ist der Holzschutzgrund in das Holz eingezogen, trägst du die Holzlasur auf die Gartenhausbauteile auf und lässt diese ausreichend lange trocknen. Bevor die letzte Schicht Holzlasur aufgetragen wird, baust Du das Gartenhaus auf – halte Dich dabei einfach an die Beschreibung in der Bauanleitung. Achte beim Aufstellen der Wandelemente in jedem Fall darauf, dass möglichst keine Stellen beschädigt werden. Am besten gelingt der Gartenhausaufbau übrigens zu zweit.

Anschließend wird die Gartenhütte nochmal von innen und von außen mit einer Schicht Holzlasur gestrichen. Der Vorteil hierbei ist, dass die Stellen die beim Aufbau leicht verletzt werden (Bohrlöcher, Schrauben, Nägel, Scharniere, etc.), dann wieder geschützt sind.
Da der Holzschutz mit der Zeit durch die Witterung leidet, muss die Holzschutzlasur alle 2-4 Jahre wieder neu aufgetragen werden.


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Gartenhaus nach der Aufbauanleitung zusammenbauen

Gartenhaus nach der Aufbauanleitung zusammenbauen

Schritt 9: Dachbahnen aufbringen und Fenster einbauen

Endspurt – Du hast’s fast geschafft! Eigentlich kannst Du jetzt schon Richtfest feiern: Alles, was Du jetzt noch tun musst, um Dein neues Gartenhaus einzuweihen, ist ein Dach und Fenster anbringen.

Dachbahnen aufbringen und Fenster einbauen

Dachbahnen aufbringen und Fenster einbauen

Die bei Holzgartenhäusern häufig verwendete Teerpappe (Bitumenbahnen) benötigt im Gegensatz zu Ziegeln weniger Gefälle, um das Regenwasser ablaufen zu lassen. Bitumenbahnen lassen sich auf zwei Arten auf das Gartenhausdach montieren: Entweder nagelst Du die Bahnen lediglich auf das Dach – oder Du entscheidest Dich für die hochwertigere, aber auch aufwändigere Variante, bei der Du „Schweißbahnen“ aus Bitumen montierst.

Solange Du nicht wirklich über einschlägige Erfahrung verfügst, solltest Du hier allerdings wirklich auf einen Fachmann vertrauen, zumal die Schweißbahn mit einem Gasbrenner heiß auf das Dach aufgebracht werden muss. Ein solch heiß verschweißtes Dach ist dichter und langlebiger als eines, das aus einer lediglich aufgenagelten Dachpappe besteht; neben „heißen“ Schweißbahnen gibt es allerdings auch selbstklebende Bahnen, welche ohne einen Gasbrenner auf das Dach geklebt werden können. Die Oberfläche muss Du zuvor vollständig von Wasser und Schmutz befreien.

Für das Finishing des Daches eigenen sich übrigens Schindeln aus Bitumen besonders gut. Dachschindeln lassen sich einfach auf der Dachkonstruktion aufbringen und verleihen Deinem Holzhaus eine individuelle Note.

Zum Abschluss der Arbeiten musst Du jetzt nur noch die Fenster einbauen – halte Dich auch hier an die in der Aufbauanleitung beschriebene Vorgehensweise.


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Zusammenfassung:

  • Arbeitsmaterial beschaffen
  • Gartenhaus auspacken und auf Beschädigungen prüfen
  • Holzteile mit Schleifpapier abschleifen und anschließend reinigen
  • Eine Schicht Holzschutzgrund auftragen, Wartezeit Trocknung > 24 Stunden
    Fundament errichten
  • Eine Schicht Holzlasur auftragen, Wartezeit Trocknung > 24 Stunden
  • Gartenhausbau, am besten zu zweit
  • Gartenhütte von innen und außen nochmal mit einer Schicht Holzlasur streichen, Wartezeit Trocknung > 48 Stunden
  • Gartenhaus kann eingeräumt und genutzt werden


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Glückwunsch – Dein Gartenhaus ist „bezugsbereit“!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft: Du bist stolzer Besitzer eines eigenen Gartenhauses, das bereit zum Einräumen ist! Welche Grundausstattung wir empfehlen, verraten wir Dir im Abschnitt Gartenmöbel Erstausstattung.

Gartenhaus fertig gestellt

Gartenhaus fertig gestellt

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Gartenhaus bereit zum Einräumen

Gartenhaus bereit zum Einräumen