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Gartenhaus Fundament – Eine standfeste Angelegenheit

Brauche ich für mein Gartenhaus ein Fundament? Wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, hängt auch davon ab, für welche Art von Gartenhaus Du Dich letztendlich entscheidest. Reicht Dir als Heimwerker ein Geräteschuppen, den Du aus vorgefertigten Kunststoffteilen aufbaust oder willst Du lieber Stein auf Stein setzen und Dir Deine ganz individuelle Gartenlaube hochmauern?

Im ersten Fall sind die Anforderungen an das Fundament ehr gering – achte einfach darauf, dass der Untergrund, auf dem Du Dein Gartenhäuschen errichten möchtest, möglichst eben und stabil ist. Dafür, dass Dein Gartenhäuschen aus PP (Polypropylen) oder WPC (Wood Plastic Composite) ausreichend standsicher ist, sorgen tragende Elemente aus Metall oder aus vergleichbaren massiven Materialien. Zudem ist Kunststoff in gewissen Grenzen flexibel – ein Gartenhaus aus Kunststoff kann Bodenbewegungen daher in der Regel auch ohne eine Fundamentplatte ausgleichen.

In vielen anderen Fällen hingegen ist ein Fundament wirklich das A & O. Unter welchen Umständen Du ein Fundament errichten musst, unter welchen Alternativen Du wählen kannst und wo zum Beispiel die Unterschiede zwischen einem Streifenfundament und einem Punktfundament liegen – das alles erfährst Du in den folgenden Abschnitten. Und keine Angst: Wenn Du einmal weißt, worauf Du achten musst, ist auch die Erstellung der angemessenen Unterkonstruktion für Dein Gartenhaus kein Hexenwerk – versprochen!

Gründe für ein Fundament

Du träumst von einem gemauerten Gartenhaus? Dann ist für Dich ein Betonsockel ein absolutes Muss. Denn wo der fehlt, werden sich die Mauern Deines Häuschens ziemlich schnell setzen. Mit ebenso absehbaren wie sichtbaren Folgen: Risse, die sich schon nach kurzer Zeit im Mauerwerk bilden, trüben die Freude über das schöne neue Bauwerk erheblich. Da hilft es auch wenig, wenn Du großzügig mit Putz arbeitest: Die Spannungen, die im Mauerwerk entstehen, werden immer wieder zu Setzrissen führen.

Die Gründe für ein Fundament liegen auf der Hand:

  • Es bietet Schutz vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich
  • Es verhindert, dass sich bei Regen der Untergrund absenkt
  • Bei auffrierendem Boden verhindert das Fundament, dass ein Bauwerk sich anhebt
  • Ganz allgemein sorgt ein Fundament für den soliden Stand eines Gebäudes
Vorbereitung und Aufbau Fundament

Vorbereitung und Aufbau Fundament

Wenn Du das Fundament für Dein Gartenhaus errichtest, solltest Du vorher die Beschaffenheit des Untergrundes prüfen: Ist der Boden gut unterlüftet? Nur so ist sichergestellt, dass sich kein Schimmel bildet und, falls Du mit Holz arbeiten solltest, keine Holzfäule eintreten kann.


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Mindesttiefe der Baugrube

Wie tief Du graben musst, um ein frostsicheres Fundament zu erstellen welches zudem auch noch standfest ist, regelt die DIN 1054 („Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau – Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-1“). Für die Gründung eines frostsicheren Fundaments legt die DIN 1954 eine Mindesttiefe von 80 cm fest. An dieser Stelle noch einmal die Erinnerung: Bei DIN Normen handelt es sich nicht etwa um gesetzliche Regelungen, die Du befolgen musst, sondern quasi ein „Best Practice“-Empfehlung, die auf praktischen Erfahrungen basiert.

Unser Tipp lautet allerdings: Halte Dich bei einem gemauerten Bauwerk am besten wirklich an diese empfohlene Tiefe – Hebungen, die als Folge langer Frostperioden eintreten können, führen andernfalls regelmäßig zu Rissen im Mauerwerk. Du hast Dich für ein Holzgartenhaus, einen Metallgeräteschuppen oder ein Kunststoffhaus entschieden? OK – in dem Fall darfst Du das Thema Fundament wirklich etwas lockerer sehen.

Fundamentgrube ausheben

Baugrube zur Erstellung eines Fundamentes mit Verlegeplatten

Gerade Kunststoffhäuser kommen theoretisch auch ohne Fundament aus, da das verwendete Material in der Regel flexibel genug ist, um Erdbewegungen auszugleichen.

Du möchtest keine Bodenplatte gießen, sondern ein Fundament aus Schotter, Splitt und Steinplatten erstellen? Dann kommst Du sogar mit einer weniger als halb so tiefen Baugrube aus – in der Regel reicht es, wenn Du 30 cm tief ausschachtest.

In jedem Fall ins Kalkül einbeziehen solltest Du die geographische Lage Deines Gartenhauses: Die Frostperioden im Allgäu etwa sind deutlich anders als an der Nordsee – ob bzw. inwieweit Du von der sicheren Frostgrenze abweichst, welche in der DIN festgelegt wird, ist letztlich Deine persönliche Entscheidung.

Eine Ausführliche Bilderbeschreibung inklusive aller Schritte beim Gartenhausbau findest du im Ratgeber: Gartenhaus selber bauen


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Beton oder Pflasterstein? Baurechtliche Aspekte beachten!

Unterkonstruktion aus Pflastersteinen oder doch lieber eine homogene Fundamentplatte? Du ahnst es sicher schon: Auch dieses Thema verdient eine differenzierte Betrachtungsweise – es gibt sowohl Gründe, die für betonierte Flächen sprechen, als auch triftige Gegenargumente. Ein handwerklich sauberes und unter Verwendung geeigneter Materialien ausgeführtes Betonfundament gibt Dir die sichere Gewissheit, dass Deine Gartenhütte wirklich bombenfest steht. Das gleiche Ergebnis kannst Du allerdings auch mit einer gepflasterten Fläche erzielen – Voraussetzung ist in diesem Fall allerdings, dass Du zunächst für einen sorgfältig verdichteten Untergrund sorgst.

Für die Entscheidung zugunsten dieser Option sprechen nicht nur die geringeren Herstellungskosten; auch die baurechtlichen Hürden für die Herstellung gepflasterter Flächen sind niedriger als bei einem Betonsockel.

Im Folgenden gehen wir daher zunächst auf die Erstellung eines gepflasterten Fundamentes ein. Du möchtest mehr über baurechtliche Themen erfahren? Folge einfach dem Ratgeber: Gartenhaus Baugenehmigung!


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Ein Fundament aus Pflastersteinen erstellen

Wie gehst Du jetzt am besten vor, wenn du ein Fundament erstellen möchtest? Zunächst musst Du Dir über die Grundfläche Gedanken machen. Fang also wirklich erst dann mit dem Fundament an, wenn Du genau weißt, wie groß Dein Gartenhaus werden soll. Tipp: Sieh an allen Seiten außerdem eine zusätzliche Reserve von etwa 10 – 20 cm vor. Das hat den Vorteil, dass Gras und anderer Bewuchs nicht zu dicht an die Wände Deines Gartenhauses heranwuchern – das zahlt sich spätestens dann aus, wenn Du den Rasen mähen möchtest, ohne dabei aus Versehen Deine Gartenhütte zu beschädigen.

Du möchtest nicht nur einfach einen simplen Geräteschuppen bauen, sondern Du träumst von einem lauschigen Plätzchen für lange Sommerabende? Dann sieh auch im Türbereich eine großzügig dimensionierte Pflasterfläche vor – so gehst Du sicher, dass Du Deine Gartenhütte auch nach einem kräftigen Regenguss noch trockenen Fußes betreten kannst und keine Schlammparty droht.

Du bist Dir über die Größe der Grundfläche Deines Gartenhäuschens im Klaren? Dann kann’s ja jetzt mit dem Aushub losgehen!

Bei kleineren Projekten kannst Du natürlich auf Spaten, Schaufel und Muskelschmalz setzen. Aber vertu Dich nicht: In steinigem oder lehmigem Untergrund eine ausreichend tiefe Baugrube auszuheben kann schnell in ein schweißtreibendes Unterfangen ausarten, für das Du natürlich auch entsprechend Zeit inklusive ausreichender Ruhepausen einplanen musst. Ein kleiner Bagger oder auch ein auf Tiefbau spezialisiertes Unternehmen können Dir viel Arbeit abnehmen.

In jedem Fall solltest Du bereits beim Ausheben Deiner Fundamentgrube darauf achten, dass Du mit der Fläche einigermaßen „in Waage“ bist – eine Wasserwaage ist bei diesen Arbeiten unerlässlich.


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Erdaushub ordnungsgemäß entsorgen

Wohin mit dem Erdaushub? Falls Dein Grundstück ausreichend groß ist, kannst Du den Aushub gleichmäßig darauf verteilen.

Erdaushub - entweder verteilen oder fachgerecht entsorgen

Erdaushub – entweder verteilen oder fachgerecht entsorgen

Andernfalls musst Du den Erdaushub ordnungsgemäß entsorgen. In den meisten Kommunen gibt es eigens dafür vorgesehene Sammelstellen, an denen Du Erdaushub abgeben kannst – bis zu einer gewissen Menge in der Regel sogar kostenlos. Am besten informierst Du Dich vor Beginn der Arbeiten über die relevanten Regelungen vor Ort. Alternativ kannst Du Dir natürlich auch die Entsorgung des Erdaushubs von einer Fachfirma abnehmen lassen.

Tipp: Schotter und Splitt musst Du Dir wahrscheinlich ohnehin anliefern lassen – erkundige Dich in dem Zuge einfach bei Deinem Lieferanten, ob und zu welchen Konditionen er die Entsorgung Deines Erdaushubs übernehmen kann.


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Baugrube fachgerecht verfüllen

Kaum ist die „Grube“ ausgehoben, geht es auch schon gleich wieder ans Verfüllen. Schütte dafür 20 bis 30 cm Schotter in die Grube, verteile diesen gründlich und rüttele ihn anschließend unter Verwendung einer Rüttelplatte gut ab. Je nach Tiefe Deiner Grube musst Du diesen Vorgang ein- bis zweimal wiederholen. Achte auch dabei darauf, dass Du ein einigermaßen waagerechtes Ergebnis erzielst. Bei jedem Rüttelvorgang wird sich der Schotter um etwa 2 bis 5 cm setzen. Faustregel: Wenn Du die letzte Schotterschicht gerüttelt hast, sollte der Abstand zur Grasnarbe noch bei gut 10 cm liegen. So, das wäre geschafft – die nächsten Schritte sind bereits „Feintuning“!

Rüttelplatte

Rüttelplatte

Auf den Schotter bringst Du eine Schicht Splitt auf, die ebenfalls etwa 10 cm dick sein sollte. Rüttele auch die Splittschicht mit dem Rüttelbrett ab. Wenn Du alles richtig gemacht hast, sollte der Abstand zwischen Splitt und Grasnarbe zwischen 2 und 5 cm betragen. Passe diesen Abstand rechtzeitig an die Höhe der Pflastersteine an, die Du verwendest: Während Steinplatten in der Regel eine Stärke von 2 bis 4 cm haben, bringen Pflastersteine es locker auf eine Höhe zwischen 8 und 10 cm.

Wie soll Dein Fundament abschließen – bündig zur Graskante oder durch Rabatten begrenzt? Falls Du Dich für die zweite Option entscheidest, solltest Du die Rabatten bereits vor dem Verfüllen der Grube setzen. Das Fundament kannst Du in diesem Fall ähnlich einem Podest ein paar Zentimeter über die Grasnarbe legen. Tipp: Wenn Du vor Deinem Gartenhaus eine größere Pflasterfläche vorsiehst, solltest Du darauf achten, diesen Bereich mit einem kleinen Gefälle zu gestalten, das von Deinem Gartenhaus wegführt – so stellst Du sicher, dass auch starker Regen Dein Haus nicht unterspülen kann. Die Standfläche selbst muss allerdings waagerecht ausgerichtet sein!

Schüttungen aus Schotter und Splitt, bereits verdichtet

Schüttungen aus Schotter und Splitt, bereits verdichtet

Steinplatten und Pflaster fachmännisch verlegen

Hast Du ausreichend verdichtet, den Splitt komplett eingerüttelt und alles glatt gezogen? Prima – dann kannst Du jetzt mit dem eigentlichen Verlegen der Steinplatten oder Pflastersteine beginnen. Um die Platten oder das Pflaster auszurichten, verwendest du am besten einen Gummihammer.

Bodenplatten oder Pflastersteine setzen

Bodenplatten oder Pflastersteine setzen

Falls du keinen Gummihammer zur Hand hast, kannst Du ersatzweise auch ein Stück Holz zwischen Platte und Hammer legen. Diese Vorgehensweise solltest Du allerdings wirklich nur im Notfall wählen, denn mit dieser Methode hast Du weniger Gefühl beim Ausrichten und läufst nicht nur schneller Gefahr, Platten zu beschädigen, sondern Dir selbst auf die Finger zu hauen. Besser, Du investierst gleich in gutes Werkzeug – einen Gummihammer kannst Du sicher auch für eines Deiner nächsten Projekte gut gebrauchen!

Gartenhaus mit Streifenfundament

Gerade für den Lastabtrag gemauerter Wände bildet ein sogenanntes Streifenfundament eine gute Wahl.

Im Prinzip orientiert sich der Verlauf eines an der Lage der Wände Deines Gartenhäuschens. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Streifenfundamenten mit und ohne Bewehrung. Ein Streifenfundament als Gründung für Dein Gartenhaus zu wählen hat unbestreitbare Vorteile: Wenn Du ein Streifenfundament wählst, entscheidest Du Dich für einen waagerechten Untergrund, den Du vergleichsweise leicht erstellen kannst und der bereits mit einer relativ dünnen Bodenplatte – in der Regel reicht bereits eine Dicke von gerade einmal 10 cm – für die ausreichende Standsicherheit Deiner Konstruktion sorgt.

Auch bei der Errichtung eines Streifenfundamentes solltest Du allerdings die in der der DIN 1054 empfohlene Mindesttiefe von 80 cm beherzigen, um die erforderliche Frostsicherheit zu erreichen. Um die richtige Lage Deines Streifenfundamentes zu ermitteln, solltest Du Dich an den Fundamentplan halten, der zum Lieferumfang Deines Gartenhäuschens gehört oder Teil der Bauanleitung sein sollte. Im ersten Schritt gilt es die genaue Flucht und Lage des Fundamentes zu bestimmen – das machst Du am besten mithilfe einer straff gespannten Maurerschnur. Im Anschluss kannst Du mit dem Erdaushub beginnen: Hebe den Boden auf der gesamten Fläche bis zu einer Tiefe von etwa 20 cm aus, hebe außerdem unter den Außenwänden einen Graben aus, der etwa 60 cm tief und 30 cm breit ist. Ist der Untergrund, in dem Du arbeitest, fest oder eher sandig? Falls letzteres der Fall ist, wirst Du mit einer Schalung arbeiten müssen.

Verwende hierfür entweder eine sogenannte Schalungsplatte, alternativ geht auch eine einfache OSB- bzw. Grobspanplatte, oder einzelne Schalbretter. Stelle die Schalungsplatte an die äußere Böschung und befestige sie im Abstand von jeweils 50 cm mit einem seitlich abgestützten Holzpflock. Achtung: Den Druck, den der Beton auf die Schalung ausübt, solltest Du nicht unterschätzen – um für zusätzliche Stabilität zu sorgen, solltest Du im Zweifelsfalle mit Schraubzwingen arbeiten.


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Sauberkeitsschicht aus Kies anlegen

Auf der zu betonierenden Fläche musst Du nun noch eine sogenannte Sauberkeitsschicht anbringen. Lege hierfür eine etwa 10 cm dicke Schüttung aus Kies an und verdichte diese. Decke die verdichtete Kiesschicht zum Schluss mit einer PE-Folie ab. Um Rissbildung vorzubeugen, solltest Du zur Sicherheit mit einer Bewehrung arbeiten. Als Bewehrung kannst Du Stahlmatten verwenden; beziehen kannst Du solche Matten über einen Eisenwarenhändler. Verteile die Matten über die gesamte Querschnittsfläche – achte darauf, dass Du die Matten überall dort, wo Stücke aufeinandertreffen, überlappend verlegst.

An der Bewehrung befestigte Abstandshalter sorgen für die nötige Betondeckung. Die muss auch an den Rändern sichergestellt sein – verlege die Matten also nicht bis ganz an den Rand, sondern halte einen Abstand von etwa 3 cm ein.


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Streifenfundament betonieren

Jetzt bist Du mit den Vorarbeiten fertig und kannst mit dem eigentlichen Betonieren anfangen. Tipp: Setz den Beton nicht selbst an, sondern lass Dir Deinen Beton vom nächstgelegenen Betonwerk liefern – nur so kannst Du Dir sicher sein, dass Mischung und Konsistenz wirklich stimmen. Wir empfehlen Dir einen Beton „B25“ der Körnung 0/16. Bring den Beton lagenweise in die Ausschachtungen ein und verdichte mit einem Kantholz oder einem anderen geeigneten Werkzeug. Betoniere Streifenfundament und Bodenplatte am besten in einem Stück und ziehe zum Schluss die Oberfläche des Betons glatt und nivelliere sie waagerecht. Wenn Du im Sommer arbeitest, solltest Du während der Arbeiten unbedingt auf ausreichende Feuchte der Betonoberfläche achten – nur so kannst Du das schnelle Austrocknen und Rissbildung Deines Betonfundamentes unterbinden.

Je nach Witterung benötigt Deine Konstruktion nun zwischen 24 und 48 Stunden Aushärtungszeit, bevor Du die Schalung entfernen kannst. Nach einer Aushärtungszeit von 2 bis 3 Wochen kannst Du Deine fertigen Streifenfundamente voll belasten.


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Gartenhaus auf einem Punktfundament

Ob ein Zaunpfahl gesetzt oder ein Pfosten für die Wäschespinne, eine Schaukel oder einen Carport betoniert werden soll – Punktfundamente eignen sich für eine Vielzahl von Aufgaben rund um den eigenen Garten. Auch Dein Gartenhaus muss nicht unbedingt auf einer durchgehenden Fundamentplatte ruhen. Wenn Du Dich für ein Punktfundament entscheidest, solltest Du Dir allerdings sicher sein, dass der Baugrund in Deinem Garten überall annährend gleiche Voraussetzungen bietet – Punktfundamente gelten als setzungsempfindlicher als Streifenfundamente oder eine vollflächige Betonplatte, die Lasten auf eine größere Fläche abtragen. Klartext: Der Boden in Deinem Garten ist eher sandig und bietet eine vergleichsweise schlechte Standfestigkeit? Dann ist ein Punktfundament wahrscheinlich nicht die beste Wahl für Dein Gartenhaus.

Auch bei der Erstellung eines Punktfundamentes gilt: Halte Dich mit Blick auf die Fundamenttiefe am besten an die Empfehlung der DIN 1054 – mit einer Tiefe von 80 cm stellst Du sicher, dass Dein Bauwerk wirklich frostsicher gegründet ist.


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Ein Prinzip, viele Möglichkeiten

Am einfachsten erstellst Du ein Punktfundament mithilfe einer sogenannten Einschlaghülse – allerdings eignet sich dieses Verfahren nur für Gartenhäuser in Ständerbauweise. Zunächst treibst Du aus Metall gefertigte Bodenhülsen mit einem Vorschlaghammer in den Boden ein, anschließend kannst Du die Holzständer Deines Bausatzes in die Hülsen schieben und verschrauben.

Eine Variante, die sich für deutlich mehr Einsatzzwecke eignet, ist die Herstellung massiver Punktfundamente aus Beton. Lege zunächst den genauen Standort Deines Gartenhauses fest und ziehe den Fundamentplan – der sollte zum Lieferumfang Deines Gartenhauses gehören – zu Rate, um die Größe des benötigten Fundamentes zu bestimmen. Überlege auch schon jetzt genau, wie Du die einzelnen Punktfundamente verteilen willst. Denn nur wenn Dein Gartenhaus genügend Auflagepunkte hat, hängt es später nicht durch. Grundsätzlich gilt: Die Stärke der Unterkonstruktion hat entscheidenden Einfluss darauf, wie Du den Abstand der einzelnen Fundamentpunkte wählen musst – je stärker die Fundamentbalken, desto mehr Lastübertragung durch das Holz und desto weiter voneinander entfernt können die Punktfundamente angelegt werden.


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Punktfundamente richtig dimensionieren

Du bist Dir darüber im Klaren, wo die einzelnen Punkte liegen sollen? Dann kannst Du jetzt mit dem Ausschachten beginnen. Je größer und schwerer Dein Gartenhaus ist, desto größer musst Du auch die Auflagepunkte gestalten – unser Rat: Die ideale Abmessung für Deine Punktfundamente liegt bei 50 x 50 cm; die Mindestabmessung von 30 x 30 cm solltest Du auf keinen Fall unterschreiten. Ob Du bei der Herstellung deiner Punktfundamente mit einer Verschalung arbeiten solltest, hängt stark von der Bodenbeschaffenheit vor Ort ab – je sandiger der Boden, desto eher empfiehlt sich das Arbeiten mit einer Abstützung aus Schalungsplatten (alternativ Schalbretter). Tipp: Wenn Du zusätzlich eine Bewehrung vorsiehst, beugst Du späterer Rissbildung bestmöglich vor. Besonders gut eignen sich dafür spezielle, vorgeflochtene Eisenkörbe, die Du über einen Eisenwarenhändler beziehen kannst.


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Punktfundamente betonieren

Jetzt bist Du mit den Vorarbeiten fertig und kannst mit dem eigentlichen Betonieren anfangen. Tipp: Setz den Beton nicht selbst an, sondern lass Dir Deinen Beton vom nächstgelegenen Betonwerk liefern – nur so kannst Du Dir sicher sein, dass Mischung und Konsistenz wirklich stimmen. Wir empfehlen Dir einen Beton „B25“ der Körnung 0/16. Bring den Beton lagenweise in die Ausschachtungen ein und verdichte mit einem Kantholz oder einem anderen geeigneten Werkzeug. Betoniere die einzelnen Punkte am besten in einem Stück und ziehe zum Schluss die Oberfläche des Bentons glatt und nivelliere sie waagerecht. Wenn Du im Sommer arbeitest, solltest Du während der Arbeiten unbedingt auf ausreichende Feuchte der Betonoberfläche achten – nur so kannst Du das schnelle Austrocknen und Rissbildung Deines Betonfundamentes unterbinden.

Je nach Witterung benötigt Deine Konstruktion nun zwischen 24 und 48 Stunden Aushärtungszeit, bevor Du die Schalung entfernen kannst. Nach einer Aushärtungszeit von 2 bis 3 Wochen kannst Du Deine fertigen Fundamente voll belasten.

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